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Сольная программа Михаила Мордвинова «Элементы Пифагорейского мироустройства»

15 октября 2011 года в 19:00

Политехнический музей,
Новая пл., 3/4, 101000 Москва
Большая аудитория (подъезд № 9)
...
Политехнический музей представляет сольную программу пианиста Михаила Мордвинова «Элементы Пифагорейского мироустройства». В этой концертной программе каждое произведение имеет отношение к элементам Пифагорейского мироустройства – воде, огню, воздуху и земле. Слушатель словно совершает путешествие во времени и пространстве от одного стиля к другому, начиная с произведений признанного виртуоза-клавесиниста, мастера рококко Ж.-Ф. Рамо, переходя к гениям романтизма Шуберту, Листу, Шопену и Григу, погружаясь в мир импрессионизма Дебюсси, обращаясь к любимому Чайковскому и, наконец, завершая символизмом позднего Скрябина.

Имя Михаила Мордвинова приобрело известность в конце 90-х после его феноменальных побед на конкурсах им. Роберта Шумана в Цвиккау и им. Франца Шуберта в Дортмунде. Закономерно, что своеобразная индивидуальность пианиста, тонкость и одухотворённость, отличающие его артистический облик, находят наиболее яркое выражение в романтическом репертуаре.
Восторженные отзывы слушателей отмечают живость и проникновенность игры, подлинное вдохновение и настоящий музыкантский вкус, виртуозное мастерство звукоизвлечения и глубину трактовок Михаила Мордвинова. Его природная и привитая ему с детства культура игры на фортепиано опирается на точную интуицию, на полученную им в широком смысле школу, в своей основе проистекающую в русле русской пианистической традиции.


Программа концерта:

Ж.-Ф. Рамо
"Тамбурин", "Перекличка птиц", "Вихри", "Циклопы"

Ф. Шуберт- Ф. Лист
"Баркарола", "Скиталец"

Ф. Шопен
Баркарола, соч. 60

Ф. Лист
Трансцендентный этюд " Метель"

Э. Григ
"Танец эльфов", "Гангар", "Ручеёк", "Шествие гномов"

- Антракт -

К. Дебюсси
4 Прелюдии: "Ветер на равнине", "Шаги на снегу", Затонувший собор", "Фейерверк"

П. Чайковский
Из цикла "Времена года": Июнь - "Баркарола", Июль - "Песнь косаря, Август - " Жатва"

А. Скрябин
2 поэмы, соч. 32; поэма "К пламени", соч. 72

Михаил Мордвинов, ф-но




Am Freitag, dem 20. Mai 2011 findet in der Pauluskirche am S-Bahnhof Zehlendorf (Kirchstr 4, 14163 Berlin) ein
 

Konzert

mit zwei renommierten Akkordeon-Virtuosen statt.

Die Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe Aydar Gaynullin und Elena Lutz (Berlin) spielen als Duo "Euphoria" Werke von Bach, Tango-Klassiker und eigene Kompositionen.

Beginn um 19:00 Uhr.
Tickets für 10,- (erm. 7,-) Euro.


VITA:

Der Knopfakkordeonvirtuose und 18fache Preisträger internationaler Wettbewerbe  Aydar Gaynullin (geb. 1981 in Moskau) gilt als einer der herausragendsten Musiker seiner Generation; seine Musik war bereits in vielen Konzertsälen der Welt zu hören, darunter in der Berliner Philharmonie, dem Salle Gaveau, dem Tschaikowsky-Saal Moskau u.v.a. Das hohe Niveau seine Spiels, seine einzigartige Spielweise, seine variantenreiche Begabung nicht nur am Knopfakkordeon, sondern auch in sängerischer und kompositorischer Kreativität begründen das ungebrochen große Interesse an diesem Künstler bei Fachpublikum und in der Öffentlichkeit.
Aydar Gaynullin gewann zahlreiche Preise bei Wettbewerben, u.a. Moskauer Bajan Wettbewerb, Internationaler Akkordeon Wettbewerb Klingenthal, Internationaler Lanciano Akkordeon Wettbewerb, Internationaler Coupe Mondiale Wettbewerb London.
2003 wurde Aydar Gainullin zum Ehrenmitglied des Konservatoriums in Kaunas (Litauen) gewählt. Er ist Stipendiat der Stiftung von M. Rostropowitsch, Friedrich Lips, sowie der Russischen Interpretationskunst. 2005 hat er mit Auszeichnung die russische Gnessin Musikakademie abgeschlossen. In Berlin studierte er in der Hochschule für Musik "Hanns Eisler".
Aydar Gayniullin spielte für Präsidenten und Staatschefs verschiedener Länder: Michail Gorbatschow, Jacques Chirac, Spaniens Königin Sophia u.v.a.
Seine Musik zu dem Film "Euphoria" (2006, Regie: Ivan Vyrypaev) gewann internationale Preise und wird als "Stimme der neuen Generation in Russland" gefeiert.

Elena Lutz (geb. 1979 in UdSSR) studierte 2001 bis 2005 Akkordeon bei Prof. Gudrun Wall an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Auch sie gewann mit ihrer bemerkenswerten, variantenreichen Fähigkeiten am Knopfakkordeon zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Festivals und Wettbewerben, u.a. Deutscher Akkordeon Musikpreis Baden-Baden und Internationales Akkordeon-Festival 2005. Sie trat als Akkordeonistin bei Produktionen am Deutschen Theater Berlin und am Grips Theater sowie gab zahlreiche Konzerte im In- und Ausland.

Beide Künstler sind seit ihrer Kindheit vom Schaffen und Komponieren neuer Melodien er-füllt; sie lernten einander während eines Musikseminars in Wien kennen und lieben, seit je-ner Zeit sind sie unzertrennlich. So ist der Reichtum der Variationen ihrer Musik nicht überra-schend – mal aufregend und beunruhigend, mal leidenschaftlich und voller Harmonie – stets lassen die Klänge die Herzen der Zuhörer beben.
Jeder Auftritt des Duos ist ein einmaliger Event – geprägt von großer Emotionalität, hoher Professionalität sowie einzigartiger Meisterschaft und Virtuosität. Ihr Repertoire zeichnet sich aus durch seine Vielfältigkeit – von Vivaldi bis Piazzolla umfasst es populäre Werke klassi-scher und zeitgenössischer Komponisten ebenso wie eigene Kreationen der Musiker selbst, deren schillernde hinreißende Darbietung Herz und Sinne erfassen.

Ausführlicher s. http://www.akkordeoncentrum.de/vita_gaynullin.html



Philharmonie Berlin: Staatskapelle Berlin u.a.

Benefizkonzert für die Opfer der atomaren Katastrophen in Tschernobyl und Japan

Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut, weniger wäre mehr. Hätte man sich doch nur auf den wunderbaren ukrainischen Chor Credo beschränkt und wenige Texte, wie intensiv wäre dieser Abend geworden. So aber wurde schon die erste Hälfte auf fast komplette Konzertlänge gepumpt, mit einer
ebenfalls wunderbar eindringlich geschriebenen Kammersymphonie von Schostakowitsch, die eigentlich ein durchgängiges Stück ist, hier aber mit viel zu langen Texten unterbrochen. Auch sie waren hervorragend rezitiert, aber es entsteht auch da leicht eine Überdosis.

Dann hätte man eigentlich gut den Abend abschließen können, anstatt in der Pause das Glas auf Tschernobyl zu heben und dann noch eine ebenfalls hervorragend gespielte 6. Symphonie von Tschaikowski und ein Requiem für Streicher von Takemitsu zu hören, das übrigens viel besser im Anschluss anstatt vor Tschaikwosky gepasst hätte. So erlebte man, wie alle einzelnen Teile hervorragend
gestaltet waren, aber durch eine pompöse und sich selbst entwertende Konzeption um ihre eigentliche Wirkung gebracht wurden.

Clemens Goldberg, kulturradio
27.04.2011
http://www.kulturradio.de/rezensionen/buehne/2011/philharmonie_berlin14.html



Tröstend: Ein Benefiz-Konzert

in der Philharmonie

Diese wunderbar homogen und agil phrasierenden Stimmen. Dieser unendlich leise verdämmernde Klang. Die bloße Anwesenheit des Kammerchors „Credo“ aus Kiew beim IPPNW-Benefizkonzert in der Philharmonie zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe rückt die Verhältnisse zurecht: Aus der Ukraine kommt Besseres als tödliche Strahlung. Voller Trost, Trauer und Schönheit sind diese liturgischen Gesänge und religiösen Kantaten. Was folgt, ist weniger ein Konzert als eine Lesung mit Musik. Therese Affolter und Christian Brückner mit seiner raunenden, mythosdurchfurchten Stimme rezitieren Texte von Augenzeugen, sie erzählen vom Feuer am Himmel von Pripjat, von hastig verlassenen Häusern, von dem schönen jungen Paar, dessen Sohn einen Mund hatte, der bis zu den Ohren ging. Es sind bewegende und entsetzliche Texte, aber sie fragmentieren den Abend auch.

Schostakowitschs Kammersymphonie op. 110a – gespielt von Streichern der Berliner Philharmoniker – wird nach jedem Satz für die Lesung unterbrochen. Erst die zweite Hälfte gehört ganz der Musik und der Staatskapelle. Japan, das an diesem Abend immer mitgedacht ist, wird durch Toru Takemitsus flächiges Requiem vertreten. Der Petersburger Dirigent Andrey Boreyko lädt Tschaikowskys „Pathétique“, kaum vorstellbar, mit noch mehr Pathos auf, als sie ohnehin schon hat. Die Attacken, etwa der Schlag zum Beginn der Durchführung des ersten Satzes, gelingen furios. Im letzten Satz – Adagio lamentoso – kehrt dann mit breit auskomponierter Ruhe und innig schimmerndem Schmerz die Anfangsstimmung zurück, die der Kiewer Chor geschaffen hatte. Ein Kreis schließt sich.

Udo Badelt
Tegasspiegel
27.04.2011 (online) / 28.04.2011 (print)
http://www.tagesspiegel.de/kultur/kurz-und-kritisch/4105200.html 



Bäume in Plastik, Musik zu Staub

Packendes Tschernobyl-Gedenkkonzert in der Philharmonie

Matthias Nöther / Berliner Zeitung 
28. April 2011 Feuilleton

Politische Appelle, religiöse Botschaften, Benefiz-Initiativen konnten einst über den Katalysator des bürgerlichen Orchesterkonzerts einen großen Kreis potenzieller Interessenten erreichen. Das ist nicht mehr ganz so, und nachdem der Atom-Protest die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, scheinen sich die Verhältnisse fast umzukehren: Die ausverkaufte Philharmonie beim Gemeinschaftskonzert der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle sowie der Ärztevereinigung gegen einen Atomkrieg IPPNW zeigte, dass man mittlerweile mehr Leute zur klassischen Musik bringen kann, wenn man sie unter dem Motto einer Anti-Atom-Veranstaltung - 25 Jahre Tschernobyl-Katastrophe - einlädt. Dass sich die Menschen dabei eher wie auf einer Demo als wie in einem Konzert verhalten, störte nur den zweiten Teil des Ganzen etwas. Es ist für die Wirkung der Musik schon ärgerlich, wenn sie von offensivem Applaus, Blitzlichtgewitter und Handygeklingel konterkariert wird. So passierte es der Staatskapelle unter Andrey Boreyko, die allerdings Toru Takemitsus ergreifendes Requiem für Streichorchester auch ohne Unterbrechung in die tragische Einleitung von Tschaikowskis Symphonie "Pathétique" übergehen ließ. Wie ikonenhaft und unmittelbar frappierend könnte die von Boreyko so sorgsam inszenierte Dramatik und Tragik der Tschaikowski-Symphonie auf das grausige Erbe von Tschernobyl bezogen werden, wenn nicht nach jedem Satz zwanghaft geklatscht würde, als müsse man Abstand gewinnen?

Um wieviel stärker die Reaktorkatastrophe von 1986 mit Hilfe von Musik in der Tat für ein westliches Publikum den Charakter eines lediglich etwas veralteten Tagesschau-Beitrags verlieren kann, um stattdessen den Rang eines überzeitlichen Fanals zu gewinnen, zeigte der erste Teil des Konzerts ohnehin am eindrucksvollsten. Aus dem Mund der wirklich eindrucksvollen Sprecher Therese Affolter und Christian Brückner erhält zunächst Swetlana Alexijewitschs Zeitzeugen-Bericht "Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft" eine ambivalente Qualität: Die Sprecher versetzen den erschütternden Bericht über in Plastikfolie gewickelte Bäume, über Liquidatoren mit Hirntumor und Kinder ohne Ohren nüchtern mit deutschen Presseberichten des Frühjahrs 1986.

Insbesondere die Erinnerungen des damaligen Münchner Strahlenschutzbeauftragten nehmen der Tschernobyl-Erfahrung etwaige ukrainische Exotik und lassen zudem die 25 Jahre Abstand des Hörers marginal werden. Der Trost, dass alles vorbei ist, wird durch den protokollartigen Duktus verweigert. Und zugleich, das ist hier kein Widerspruch, wird das Ganze durch die Musik in den Rang des Überzeitlichen, ja Gleichnishaften erhoben: zunächst mit einem liturgischen A-cappella-Gesang des ukrainischen Komponisten Kyrylo Stezenko, dargeboten mit der klanglich unerhört vollmundigen Wärme des Kammerchors Credo aus Kiew. Dann mit den Streichern der Berliner Philharmoniker, die die Sätze von Schostakowitschs Kammersymphonie op. 110a zwischen die Teile der Lesung setzen. Klug ist das ausgedacht: Am Morgen nach der Reaktorexplosion sei etwas in der Atmosphäre ihres Dorfes anders gewesen, erinnert sich eine Ukrainerin, das habe sie gespürt, bevor sie von der zerstörerischen Wirkung der Radioaktivität wusste. Im dritten Satz lässt Schostakowitsch das leidenschaftliche Thema, gewebt aus den Initialen seines Namens, vor den Ohren des Hörers zu Staub zerbröseln. Die Partikel werden im vierten Satz aufgelesen und irgendwie wieder zusammengeklebt.

Man kann sie noch erkennen, aber sie klingen merkwürdig unmenschlich, synthetisch. Wie vorher werden sie jedenfalls nie mehr.

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Es ist für die Wirkung der Musik ärgerlich, wenn sie von offensivem Applaus, Blitzlichtgewitter und Handygeklingel konterkariert wird.


Wie russische Literaten deutsche Kulturgeschichte schrieben
 
Axel Burchardt
 
Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle

Friedrich-Schiller-Universität Jena
02.03.2011 16:54
Cover der neuen Publikation.Cover der neuen Publikation.
Cover der neuen Publikation.
Slawisten der Universität Jena geben Band heraus zur russischen Literatur und ihrer Rezeption in beiden Teilen Deutschlands
Russland war um 1960 im Westen Deutschlands der Feind und „kalte Krieger“, während das Land in der DDR bündnisgemäß als Freund und „großer Bruder“ angesehen wurde. Russland, seine Produkte und seine Literatur wurden daher fast zwangsläufig unterschiedlich betrachtet.

Wie unterschiedlich oder doch ähnlich russische Literatur in beiden Teilen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg rezipiert wurde, das beschreibt eine neue Publikation aus dem Institut für Slawistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Band „Russische Literatur als deutsch-deutscher Brückenschlag (1945-1990)“, den Christine Fischer herausgegeben hat, fasst die Beiträge einer gleichnamigen Jenaer Tagung vom Vorjahr zusammen. Die sieben Beiträge von Literaturwissenschaftlern und Historikern geben gemeinsam mit den Einführungen einen guten Überblick über die wichtigen – vor allem lyrischen – Autoren (darunter Achmatowa und Jessenin), ihre Rezeption und ihre politische Bedeutung. Denn politisch war jede Publikation, wie Ulrich Steltner bereits in seiner Einführung schreibt, „weil ja die russische Literatur als Teil der postulierten ,Sowjetliteratur‘ seit dem 1. Schriftstellerkongress 1934 den Vorgaben des Sozialistischen Realismus zu folgen hatte“.

Doch trotz unterschiedlicher politischer Systeme und Ideologien waren die Gemeinsamkeiten in Ost- und Westdeutschland manchmal größer als die Unterschiede. „Die westdeutschen Literaturkritiker lasen die russische Literatur zwar aus einem anderen Blickwinkel, letztendlich jedoch hatten sie dasselbe Anliegen wie ihre ostdeutschen Kollegen: den Deutschen die russische Literatur näherzubringen“, beschreibt PD Dr. Christine Fischer von der Universität Jena. Die Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin hat gemeinsam mit Kollegen vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte die Rezeption russischer Autoren in beiden deutschen Staaten untersucht. Ihre kleine Arbeitsgruppe rückte dabei die russische Lyrik in den Vordergrund. Neben den unterschiedlichen Rezeptionsweisen russischer Gedichte haben die Wissenschaftler der Uni Jena auch Gemeinsamkeiten entdeckt. Auf der Suche nach verbindenden Faktoren stießen die Projektmitarbeiter auf bemerkenswerte Erkenntnisse, von denen einige im neuen Band nachzulesen sind.

So fanden die Jenaer Wissenschaftlerinnen heraus, dass nicht ausschließlich der ostdeutsche Bruderstaat russische Literatur wahrnahm und veröffentlichte. „Auch in der Bundesrepublik fanden Werke großer russischer Dichter Beachtung“, erzählt Fischer. Federführend dabei waren „bedeutende westdeutsche Literaturzeitschriften, zum Beispiel die ,Neue Rundschau', ,Akzente' und auch der ,Merkur'. Beachtung fanden dabei jedoch vor allem jene Autoren, die im Osten vernachlässigt wurden“, so Fischer weiter.

Und noch ein Klischee wird durch die Jenaer Erkenntnisse relativiert: Die DDR-Literatur und somit auch die in dieser Zeit stattfindende Auswahl russischer Autoren waren keineswegs durchweg politisch motiviert. Auch ostdeutsche Literaturzeitschriften, wie ,Sinn und Form', konnten teilweise im Widerspruch zu den Zensurvorgaben publizieren.

Die Lektüre des neuen Bandes, der im Institut und im Buchhandel erhältlich ist, hilft daher nicht nur dabei, mehr über die Rezeption von Literatur zu erfahren, sondern trägt ebenfalls zu einer kulturell-historischen Aufarbeitung der deutschen Teilung bei.

Christine Fischer (Hg.): „Russische Literatur als deutsch-deutscher Brückenschlag (1945-1990)“, Jena 2010, 168 Seiten, Preis: 15 Euro, ISBN 978-3-9810931-4-8

Kontakt:
PD Dr. Christine Fischer
Institut für Slawistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944727
E-Mail: Christine.Fischer.1[at]uni-jena.de

Quelle: http://idw-online.de/de/news411505
Immer die richtigen Töne treffen und Aufgaben hüpfend lösen – das Fraunhofer IDMT
 
Julia Edling
 
Press & Public Relations

Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT)
28.02.2011 13:01
Auf der diesjährigen CeBIT vom 1. bis 5. März in Hannover präsentiert das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT neue Entwicklungen. Wie man auf völlig neue Weise beim Erlernen eines Musikinstruments unterstützt wird und mit nahezu unsichtbaren Lautsprechern überzeugenden Klang produzieren kann, erfahren Sie am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 9 am Stand B36. Am Stand Connected Living (Halle 19, C20) erleben die Besucher, wie man Kindern das Lernen durch Bewegung deutlich erleichtern kann.
Am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 9 (B36) präsentiert das Institut mit seinem Projekt »Songs2See« einen völlig neuen Ansatz zum Erlernen von Musikinstrumenten. Hierfür wird das Konzept bekannter, musikbasierter Videospiele erweitert. Statt Game-Controllern werden hier aber echte Musikinstrumente zur Eingabe der Noten verwendet. Mit der Software kann jedes beliebige Lied aus der eigenen Musiksammlung als Übungssong verwendet werden – so bleibt die Motivation beim Lernen erhalten und man kann endlich die Songs als Übungsstücke wählen, die einem wirklich gefallen.

Eine eher unsichtbares – dafür aber gut hörbares Exponat sind die Flachlautsprecher des Ilmenauer Forschungsinstituts. Diese kommen im Exponat des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen »Gemeinsam spielen trotz großer Entfernung« am Fraunhofer-Stand zum Einsatz. Mit einer Gehäusetiefe von nur 2,4 cm erzeugen sie eine ausgezeichnete Wiedergabequalität – auch direkt an der Wand montiert oder in Möbelstücke integriert. Ein solcher Klang ist mit herkömmlichen Flachlautsprechern nicht zu erzielen.

Kann man Lernen und Bewegung miteinander verbinden? Das Lern-Bewegungs-Konzept »HOPSCOTCH« will genau das erreichen. Kinder werden mit Hilfe einer Software dazu animiert, Aufgaben durch das Hüpfen auf entsprechende Felder einer Tanzmatte zu lösen. Über ei-nen Monitor werden die Aufgaben, z. B. Abfragen von Englisch-Vokabeln und die dazu gehörigen Lösungen visualisiert. So können Kinder Ihre Hausaufgaben auf eine völlig neue Art und Weise erledigen und haben Spaß dabei. Das Fraunhofer IDMT präsentiert HOPSCOTCH am Connected Living-Stand C20 in Halle 19 im Bereich »Family« und im AOK-Bereich – hier sollen die Besucher Fragen rund um das Thema Gesundheit hüpfend beantworten.

Besuchen Sie uns auf der CeBIT und erleben Sie spannende Fraunhofer-Innovationen!

Quelle:
http://idw-online.de/de/news410996

Wissenschaft des Judentums

„Nicht vom Himmel gefallen“: Wie jüdische Gelehrte das Christentum entdeckten
Dr. Josef König
 
Pressestelle

Ruhr-Universität Bochum
01.03.2011 08:49
RUB-Publikation zur „Wissenschaft des Judentums“

Mit der Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert entsteht die so genannte Wissenschaft des Judentums: Wie jüdische Gelehrte sie entwickelten – und dabei christliche Elemente integrierten bzw. zurückwiesen –, verdeutlicht der Sammelband „Die Entdeckung des Christentums in der Wissenschaft des Judentums“, den Dr. Görge Hasselhoff (Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der RUB (CERES)) herausgegeben hat. „Moderne Ausformungen von Religionen fallen nicht vom Himmel. Sie entstehen vielmehr durch die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen religiösen Traditionen“, so der Herausgeber Dr. Hasselhoff.
„Wir wollten wissen, was die Auseinandersetzung mit christlichen Traditionen für das Judentum bedeutet hat.“ In 13 Beiträgen beschreiben die Autoren den Stellenwert des Christentums in Texten jüdischer Historiker, Theologen und Philosophen. Der Sammelband geht zurück auf eine Tagung des Käte Hamburger Kollegs „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ in Bochum.

Doppelter Nutzen des Christentums

Im Dezember 2008 diskutierten Religionswissenschaftler auf einer Tagung an der RUB die Theorie, dass die Auseinandersetzung jüdischer Wissenschaftler mit dem Christentum nicht nur historischen Wert hatte, sondern sich auch auf das jüdische Religionssystem auswirkte. „Das Judentum hat im 19. Jh. mehrere Wandlungen erfahren, an dieser Stelle setzt unser Sammelband ein“, erklärt Dr. Hasselhoff. Während manche jüdischen Autoren die eigene religiöse Position anhand des Christentums abgrenzten, wird in anderen Texten deutlich, dass Aspekte des Christentums in das jüdische Denken übernommen wurden.

Zweigeteilt: Geschichte und Religionsphilosophie

Die Wissenschaft des Judentums beschäftigte sich hauptsächlich mit Geschichte, Literatur, Philosophie, Rechtswesen, Religion und Alltagskulturen des Judentums, aber auch Christentum und Islam wurden mit einbezogen. Der erste Teil von Dr. Hasselhoffs Sammelband ist der Frage gewidmet, warum und auf welche Weise die jüdischen Wissenschaftler das Christentum untersuchten. Anhand des Lebens von Leopold Zunz, der als Begründer der Wissenschaft des Judentums gilt, wird etwa beschrieben, wie der Unterricht in christlichen Einrichtungen und bei christlichen Lehrern Einfluss auf die Methodik der Wissenschaft des Judentums nahm. Im zweiten Teil besprechen die Autoren Schriften jüdischer Theologen und Philosophen, die deutlich machen, wie christliche Aspekte dazu beitrugen, die jüdische Identität zu formen, darunter Schriften, die bis heute gültige Deutungen der jüdischen Religion enthalten wie die des Altonaer Arztes und Aufklärers Salomon Ludwig Steinheim oder des Begründers des Marburger Neukantianismus Hermann Cohen.

Titelaufnahme

Görge K. Hasselhoff (Hg.): Die Entdeckung des Christentums in der Wissenschaft des Judentums. Studia Judaica. Forschungen zur Wissenschaft des Judentums, Band 54. de Gruyter, Berlin/New York 2010. ISBN 978-3-11-024628-5

Weitere Informationen

Dr. Görge Hasselhoff, Käte Hamburger Kolleg "Dynamiken der Religionsgeschichte", Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der RUB (CERES), Tel. 0234/32-28973, goerge.hasselhoff@rub.de

Redaktion: Julia Weiler

logo kl.jpgnimmersatt - тихий понедельник



 

28 Februar 2011, Mo. um 20:00

"Impressionen vom heiligen Meer"


 

von


 




 

Norbert Korn - Lichtbildschau










Alla Werr - Videokunst









Bajkal kl.jpg


 


 

Der Fotograf Norbert Korn aus Schwabach präsentiert eine Bild-Dokumentation seiner Reise an den Baikalsee in Sibirien, den größten Trinkwasserspeicher und tiefsten Süßwassersee der Erde.


 


 

Eintritt: 3,50 - €


 

                               logo kl kl.jpgnimmersatt - Kinderbücher auf deutsch, russisch, spanisch und englisch

Dieffenbachstr. 53, Berlin-Kreuzberg, Bhf Schönleinstraße (U8), Tel. 66778401


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